MINDS Medical und Debitos Best of Rhein-Main

Katharina Funke-Braun

Erstmals im Rhein-Main-Gebiet präsentiert sich die regionale Startup-Szene, und das ist weitaus mehr als FinTech, auf dem Best of X, der Eventreihe für die Besten unter den Gründern. Zusammen mit den Partnern FAZ und ENTEGA erwarteten die Macher, dass es spannende Startups zu entdecken gibt, die sich einem internationalen Publikum präsentieren. Und sie wurden nicht enttäuscht.

Schon im Vorfeld konnten sich gleich fünf Gründerteams aus dem Unibator, dem Inkubator der Goethe-Universität Frankfurt/Main, für die Runde der zehn Besten qualifizieren: Neben Debitos waren das vaamo, MINDS-Medical, Roomhero und Savedroid. „Ich freue mich besonders, dass der Unibator mit seinen Startups bei dieser Veranstaltung so gut vertreten war und wünsche mir, dass sich auch in Zukunft alle ambitionierten Gründer aus der Rhein-Main Region mit uns auf den unternehmerischen Weg machen wollen“, sagt Dr. Sebastian Schäfer, Leiter des Unibators.

Nach einer Keynote von Dr. Thomas Funke vom RKW-Kompetenzzentrum über das Potenzial und die Chancen der Gründerregion Rhein-Main erlebten die Besucher und die Experten-Jury zehn ebenso unterhaltsame wie professionelle Pitches. Während sich anschließend die Jury, bestehend aus Marc Umber (High-Tech Gründerfonds), Carsten Knop (FAZ), Birgit Ströbel (Founders Fight Club), Bernd Scharrer (Allianz Digital Accelerator) und René Sturm (Entega) zur Beratung zurückzog, startete eine spannende Panel-Diskussion zum Thema „Wie müssen Startups realitätsnah ausgebildet werden – vom Talent zum Gründer?“

Dr. Sebastian Schäfer darüber zusammenfassend: „Je besser die Gründungsangebote von der Sensibilisierung bis hin zur professionellen Startup-Begleitung ineinandergreifen, desto nachhaltiger ist die Entwicklung eines Gründerökosystems. Inkubatoren oder Accelerator-Programme sind deshalb auch auf Schulen und Universitäten angewiesen, in denen Talente im Rahmen von Entrepreneurship-Kursen für unternehmerisches Denken und Handeln sensibilisiert und ausgebildet werden.“

Nach einer intensiven Diskussion der verschiedenen Businessideen zu Skalierbarkeit, Einzigartigkeit und Wirtschaftspotential war sich die Jury schnell einig zu den finalen Gewinnern.

Als Awardwinner auf dem 1. Platz konnte sich MINDS-Medical freuen. Sie wollen den Krankenhäusern und Ärzten Zeit und Ressourcen bei der Abrechnung sparen. Über eine Softwarelösung zur automatisierte Kodierung aller Patientendaten wird der zeitaufwendige Abrechnungsprozess an Krankenkassen beschleunigt. Die Jury sieht in dieser Idee einen wirklichen Mehrwert und ein schönes Beispiel, wie B2B Modelle dem Endkunden zugute kommen können. Den 2. Platz konnte sich Debitos sichern. Nie mehr fällige Forderungen abschreiben – auf diesem Marktplatz können wie am Aktienmarkt alle Arten von Forderungen gehandelt werden. Die Jury würdigte damit die clevere Lösung für eine Lücke am Wirtschaftsmarkt. Beide Startups begannen ihren Weg beim Unibator, dem Inkubator der Goethe-Universität Frankfurt/Main. Damit zeigt sich einmal mehr, wie wichtig diese Brutstätte für Gründer in der Region ist.

Für den 3. Platz überzeugte Antelope die Jury. Mit einer App-gesteuerten intelligenten, elastischen Sportbekleidung werden Muskeln aktiviert und Kalorien verbrannt. Nicht nur die Crowd, die im letzten Jahr 900.000 US-Dollar investiert hatte, sondern auch die Jury waren von dieser Innovation begeistert.

Entega, der lokale Energieversorger, hatte drei Sonderpreise im Bereich digitales Startup ausgelobt: Über ein fundiertes Startup Coaching mit Immoscout24-Gründerin Birgit Ströbel freuen sich die Gründerteams von MINDS-Medical, Bettervest, eine Crowdfundingplattform für Energieeffizienzprojekte und dem Startup Contagt, das mit seiner Softwarelösung die Indoornavigation revolutionieren möchte.

„Wir arbeiten Tag für Tag daran, unsere Angebote für Startups weiter zu-entwickeln und stärken damit gleichzeitig das Gründerökosystem in Frankfurt Rhein-Main. Wer sich für den Unibator bewerben will, kann dies noch bis zum 12. Juni über unsere Website tun“, so Dr. Sebastian Schäfer.

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