APPLY

Innovation Map

Map

Die Vermessung der Gründerszene Frankfurt Rhein-Main

Im jüngsten Global Startup Ecosystem Ranking 2015 wurden die 20 dynamischsten Gründerökosysteme vorgestellt, darunter Berlin auf dem 9. Platz. Frankfurt und das Rhein-Main Gebiet (FRM) waren zum wiederholten Male nicht dabei. Warum FRM – ansonsten als Innovationsstandort international bekannt und geschätzt – als Startup-Standort nicht vorkommt, wurde in letzter Zeit aus verschiedenen Perspektiven – beispielsweise beim „Entrepreneurial Ecosystem Talk“ und in den Medien – kontrovers diskutiert. Einig war man sich allerdings bei einem Punkt: Frankfurt Rhein Main feiert seine Startups nicht gebührend und „brüllt“ deshalb leiser als andere Regionen.

Ein Grund für die Zurückhaltung ist die fehlende Transparenz über die ansässigen Startups in der Region. Während die Gründungsaktivitäten anhand der Gewebeanmeldungen erhoben werden, fehlen spezifische Statistiken zu den sogenannten Startups, die sich vor allem durch ihr Wachstums- und Innovationspotential sowie durch ihren sehr frühzeitigen Investitionsbedarf von der typischen Selbständigkeit unterscheiden. Bezeichnend ist hierfür die Tatsache, dass bei der letzten Erhebung des Deutschen Startup Monitor nur 3 Prozent der ingesamt knapp 1000 erfassten Startups bundesweit aus Hessen kommen.

Auf ein bewährtes Community Tool aus Israel gesetzt

Mit der Innovation Map ist es nun erstmals möglich die Startups aus der Region sichtbar zu machen. Dabei bedient sie sich einer Technologie, mit der auch in Israel die „Startup Nation“ vermessen

wurde. Inzwischen hat die Startup Map Israel über 20.000 unique Besucher pro Seite und hat wesentlich dazu beigetragen, die israelische Gründerszene weltweit bekannt zu machen.

Auf der Innovation Map können sich Startups mit einem innovativen und skalierbaren Geschäfts- und Marktmodell registrieren. Die Anmeldung ist kostenlos und erfolgt ganz einfach entweder über die gängigen Facebook oder LinkedIn Profile oder per Mail. Nach der Verifikation durch die Map-Organisatoren haben dann Startups die Möglichkeit Jobstellen und weitere Neuigkeiten kostenlos zu posten. Obwohl sich die Innovation Map noch im Aufbau befindet, sind bereits über hundert Startups verzeichnet. Alleine für Frankfurt am Main werden knapp 80 Startups angezeigt. Interessanterweise hätten alleine die Frankfurter Startups den Anteil der hessischen Startups bei der letzten Studie des Deutsche Startup Monitor auf knapp 10 Prozent erhöht.

Die Gründerszene FRM vernetzen und global vermarkten

Für die Initiatoren und Partner der Map ist die Vermessung der Gründerszene ein erster Schritt. In Zukunft soll die Map auch dazu beitragen, die Startups stärker mit den anderen Playern des Rhein-Main-Gebiets,  wie etwa experimentierfreudigen Konzernen, innovativen Mittelständlern, Investoren, Forschungszentren und Boostern, entlang der Zukunftstechnologien zu vernetzen. Damit soll einerseits das tatsächliche Innovationspotential von Frankfurt Rhein Main ausgeschöpft werden und andererseits der Standort global vermarktet werden, um vielversprechende Gründer und Startups anzuziehen und für die Region zu gewinnen. Dafür sollen bereits existierende Initiativen, wie zum Beispiel “Frankfurt forward”, eingebunden und weitere Medien- und Industriepartner sowie Hochschulen und Forschungszentren gewonnen werden.